Heizen auf Terrasse und Balkon

Der Heizpilz wurde und wird hauptsächlich in der Gastronomie, speziell in Gartenlokalen, eingesetzt, um den Gästen den Aufenthalt so gemütlich wie möglich zu machen. Gerade wenn es nicht so sehr warm ist, besonders in den Abendstunden, kann das Aufstellen eines Heizpilzes den Umsatz noch einmal ankurbeln. Kein Wunder auch, wer trinkt schon gerne mit klammen Fingern, auf eisigen Stühlen hockend, seinen Cappuchini!

Auch Straßencafes machen sich die ortsunabhängige Heizung zu Nutze, auch wenn darüber heftig gestritten wird und die Heizpilze auf der Straße in machen Gegenden sogar verboten sind (um was sich Politiker alles Gedanken machen!!).

Der Heizpilz im Garten und auf dem Balkon

Im eigenem Garten, auf der Terrasse, werden sie aber inzwischen immer beliebter. Dagegen gibt es zum Glück noch kein Gesetz, nur auf dem Balkon muß man schon vorsichtig sein. Alle Vermieter dulden auch hier keinen Heizpilz auf dem Balkon.

Die Technik des Heizpilzes hat sich im laufe der letzten Jahre zum Vorteil der Benutzer entwickelt: Alle hier auf dieser Seite vorgestellten Heizstrahler besitzen die neuesten Sicherheitsstandards und wurden ausgiebig getestet und geprüft. Sie wurden auf sparsamen Energieverbrauch getrimmt und haben verschiedene Entwicklungsstufen durchlaufen. Da ist es natürlich klar, daß diese Qualität nicht zum Dumpingpreis zu bekommen ist.

Das ist keine Heizpilz – Test – Seite und auch kein Preisvergleichsportal. Jeden vorgestellten Heizpilz beschreibe ich so ausführlich, wie es mir möglich ist. Einige habe ich selbst schon auf der Terrasse gehabt, teils gekauft, aber auch ausgeliehen, andere bei Nachbarn oder Freunden in Aktion erleben dürfen. Da darf es nicht wundern, wenn neben technischen Daten auch meine persönliche Meinung mit einfließt, die sicherlich nicht für jeden zutrifft.

Wie funktionieren Heizpilze?

Ein Heizpilz an sich ist nicht mehr als eine Standheizung. Den Namen hat er wegen seiner Form bekommen: Sie ähnelt der des Pilzes, auf einem langem Stiel sitzt ein mehr oder weniger großer Schirm.

Betrieben wird der Heizpilz überwiegend mit Propangas, das es in Flaschen an vielen Stellen zu kaufen gibt. Propangas hat eine sehr gute Energieausnutzung, darum haben gasbetriebene Heizpilze bisher den höchsten Wirkungsgrad. Die Funktion ist bei allen Heizpilzen ähnlich:

Nach dem Aufdrehen der Gasflasche und einem Ventil am Heizpilz strömt das Gas nach oben zum Schirm. Dort wird es elektrisch oder mit Hilfe eines modernen Piezozünders , wie man ihn auch von gasbetriebenen Küchengeräten und Heizungen kennt, entzündet. Die heiße Luft strömt nun weiter nach oben, und damit sie nicht ins Weltall entfleucht, kommt der Schirm ins Spiel, der dem Heizpilz seinen Namen gegeben hat. Durch die halbrunde Form wird die heiße Luft wieder nach unten geleitet und weitläufig verteilt. Die Folge: Die Luft rings um den Heizpilz wird schnell warm, und wie an einem Lagerfeuer kann man sich jetzt auch bei tieferen Temperaturen noch ganz gemütlich im Freien in der Nähe des Heizpilzes aufhalten.

Durch den Schirm wird so wenig Energie wie möglich verschwendet, weshalb es bei einem Heizpilz nur in den seltesten Fällen notwendig ist, ihn mit voller Leistung laufen zu lassen. Allerdings hat der Heizpilz auch einen Nachteil: Durch seine große Höhe und Windangriffsfläche sollte er schon einigermaßen geschützt aufgestellt werden. Achten Sie beim Kauf eines Heizpilzes unbedingt darauf, daß er über einen sogenannten „Kippschutz“ verfügt. Der bewirkt, daß das Gas sofort abgeschaltet wird, falls der Heizpilz einmal unbeabsichtigt zu Boden geht.

Ein weiterer Punkt, den Sie im Vorfeld beachten müssen: Gasbetriebene Heizpilze sind nur im Außenbereich zu betreiben! Durch die hohe Verbrauch von Sauerstoff besteht sonst eine akute Erstickungsgefahr. Auch in Zelten darf er nicht betrieben werden, allenfalls in offenen Pavillons. Dabei ist aber zu beachten, daß er an seinem Pilz sehr heiß werden kann: Einen Abstand von einem Meter sollten Sie in solch einem Fall besser einhalten.

Es gibt allerdings auch Heizpilze, die in Innenräumen betrieben werden können. Die verwenden allerdings kein Gas zum Heizen, sondern Strom.

Sicherheitsmerkmale

Alle in Deutschland offiziell angebotenen Heizpilze werden vor der Zulassung ausgiebig geprüft unsd getestet und erhalten bei bestandener Prüfung ein Siegel. Darauf sollten Sie unbedingt achten, denn gerade billig- Importe können eine hohe Gefahrenquelle darstellen. Hier zu sparen kann sehr gefährlich werden. Allerdings sind auch gute Heizpilze von bekannten Markenherstellern nicht sehr teuer, so daß sie sich auf keine Experimente einlassen müssen.

Der Anschluß und Austausch der Gasflaschen ist ebenfalls eine einfache Sache, da alle Anschlüsse genormt sind. Die Heizelemente an sich sollten unter einer Schutzabdeckung liegen, damit sich niemand aus Versehen die Finger daran verbrennen kann.

Heizpilz kaufen – worauf ist zu achten?

Bevor Sie an einen Heizpilz denken, sollten Sie schon genau wissen, wozu sie ihn denn wirklich brauchen. Für den Außenbereich, auf der Terrasse etwa, können Sie wählen, ob Sie einen gasbetriebenen Heizpilz oder einen elektrischen aufstellen möchten. Gaspilze sind kräftiger, aber auch teurer im Verbrauch.

Auf dem Balkon und im Innenbereich sind nur elektrische Heizungen angebracht, hier ist einfach die Erstickungs – und Brandgefahr zu hoch.

Wenn Sie eventuell den Einsatz eines Heizpilzes bei der Feier im Kleingarten planen, wo sich viele Menschen Abends noch treffen und gemütlich zusammen sitzen wollen, wird wahrscheinlich schon ein Profi – Heizpilz wie in der Gastronomie notwendig sein. Falls dieser Einsatz nur wenige Male im Jahr vorkommt, ist es vielleicht sinnvoll, einen Heizpilz auszuleihen als zu kaufen. Profiheizpilze sind doch nicht eben billig und lohnen eigentlich im privaten Bereich nur, wenn Sie viel und oft draußen Feiern mit vielen Gästen.

Die Größe und Leistungsstärke einer Terrassenheizung sollte sich natürlich nach der Größe der Terrasse richten, wo er zum Einsatz kommt. Eine große Terrasse und ein kleiner, günstiger Heizpilz werden kaum die gewünschten Wärme bringen.